ZUGANGSVORAUSSETZUNGEN

Realschulabschluss (oder gleichwertiger Abschluss) und

  • mindestens zweijährige Berufsausbildung ( auch berufsfremd) und 1 Jahr soziale Tätigkeit

oder

  • zweijähriger Berufsabschluss im sozialen Bereich ( z.B. Kinderpflege, Sozialassistenz)

oder

  • einjährige Berufsausbildung (z.B. Altenpflegehelfer, Heilerziehungspflegehelfer nicht Sozialpflege) und ein Jahr soziale Tätigkeit

oder

Abitur und zweijährige soziale Tätigkeit


Über die Gleichwertigkeit anderer Abschlüsse als Voraussetzung für die Ausbildung zum/ zur Heilerziehungspfleger/ in entscheidet das Landesverwaltungsamt.

ABSCHLUSS

“Staatlich anerkannte Heilerziehungspflegerin” / “Staatlich anerkannter Heilerziehungspfleger”

AUSBILDUNGSBEGINN

Der Beginn der Ausbildung erfolgt jährlich im August.

BEWERBUNG

Bei einer Bewerbung sind folgende Unterlagen einzureichen:

  • Anmeldeformular
  • Tabellarischer Lebenslauf
  • Schulabschluss
  • Nachweise über berufliche Abschlüsse
  • ggf. Nachweis über soziale Tätigkeit

Eine Bewerbung ist jederzeit möglich.

Heilerziehungspfleger und Heilerziehungspflegerinnen

Die Ausbildung zum Heilerziehungspfleger bzw. zur Heilerziehungspflegerin kann je nach persönlichen Voraussetzungen in Voll- oder in Teilzeit erfolgen. Dabei sind folgende Unterschiede zu beachten:

In Teilzeit
Sie haben ein Anstellungsverhältnis in einer sozialen Einrichtung und möchten berufsbegleitend einen Abschluss als staatlich anerkannte/r Heilerziehungspfleger/in erlangen. Nach Vereinbarung mit Ihrem Arbeitgeber haben Sie die Möglichkeit, die Ausbildung zu beginnen, die sich über 4 Jahre erstreckt. In dieser Zeit findet der Unterricht an einem Tag pro Woche an der Fachschule in Drübeck statt. In jedem Schuljahr sind zusätzlich 3 Blockwochen vorgesehen.

In Vollzeit
Die Ausbildung erstreckt sich über die Dauer von 2 Jahren.
In dieser Zeit findet der Unterricht an 5 Tagen pro Woche an der Fachschule in Drübeck statt. In jedem Schuljahr ist ein Praktikum zu absolvieren, im 1. Ausbildungsjahr 5 Wochen, im 2. Ausbildungsjahr 10 Wochen.

Aufgaben und Kompetenzen eines/ einer Heilerziehungspflegers/in

  • Heilerziehungspfleger/ innen sind sozialpädagogische Fachkräfte mit pflegerischen Kompetenzen, die sich respektvollen Zugang zur Gefühls- und Alltagswelt von Menschen mit Behinderung verschaffen.
  • Heilerziehungspfleger/ innen haben umfangreiches Wissen über Behinderung, assistierende und lebensbegleitende Erziehung und Pflege von Menschen mit Behinderung.
  • Heilerziehungspfleger/ innen arbeiten mit verschiedenen Fachdiensten zusammen.
  • Heilerziehungspfleger/ innen planen pädagogische Angebote, setzen sie um und reflektieren.
  • Heilerziehungspfleger/ innen sind täglicher Ansprechpartner.
  • Heilerziehungspfleger/ innen geben Orientierung und Halt.
  • Heilerziehungspfleger/ innen reflektieren Arbeitsweisen und Ziele.
  • Heilerziehungspfleger/ innen verfügen über emotionale, kognitive und soziale Kompetenz.
  • Professioneller Umgang mit Belastung und Frustration sind unerlässlich.

Berufsfelder des/ der Heilerziehungspfleger/ innen

Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung sind die häufigsten Einsatzmöglichkeiten:

  • Integrative Kindereinrichtungen
  • Tagesförderstätten
  • Wohnheime für Menschen mit Behinderung
  • Werkstatt für Menschen mit Behinderung
  • Betreutes Wohnen
  • Familienentlastender Dienst
  • Kinderheime

Ausbildungsinhalte

Deutsch/ Kommunikation, Englisch, Wirtschafts- und Sozialkunde, Religion oder Ethik, Pädagogik/ Behindertenpädagogik, Psychologie/ Soziologie, Praxis und Methodenlehre, Physiologie/ Anatomie/ Biologie, Psychiatrie/ Neurologie, Gesundheits- und Krankheitslehre, Recht/ Betriebswirtschaft/ Organisation, Pflege und Betreuung behinderter Menschen, Kinder- und Jugendliteratur, Werken / Gestalten, Musik/ Rhythmik, Bewegungserziehung, Psychomotorik, Spiel sowie Wahlpflichtangebote